Mädchengedanken
1879Irgendwo auf Erden ist einer, der wartet auf mich: Leib - Seele - entfalte dich!
Er geht durch die Wälder und wird schon mein. O wäre ich älter! o wäre ich sein!
Ich bin sehr einsam. Mein Jugendland ist Wasser und Himmel und flacher Strand.
Vielleicht trennt uns Meer, vielleicht eine Welt, und ich weiß nicht, was unsren Weg erhellt?
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Interpretation
Das Gedicht "Mädchengedanken" von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen handelt von den sehnsüchtigen und romantischen Gedanken eines jungen Mädchens, das sich nach einem Partner sehnt. Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Zeilen. In der ersten Strophe stellt das Mädchen sich vor, dass irgendwo auf der Welt ein Mann auf sie wartet. Sie sehnt sich danach, sich ihm körperlich und seelisch zu öffnen und sich ihm hinzugeben. Die zweite Strophe beschreibt, wie der Mann durch die Wälder geht und bereits ihr gehört. Das Mädchen wünscht sich, älter zu sein, um ihn zu besitzen und mit ihm zusammen zu sein. In der dritten Strophe drückt das Mädchen ihre Einsamkeit aus. Sie beschreibt ihr Jugendland als Wasser, Himmel und flachen Strand, was auf eine gewisse Leere und Begrenztheit hindeutet. Die letzte Strophe thematisiert die mögliche räumliche Distanz zwischen dem Mädchen und ihrem sehnsüchtig erwarteten Partner. Sie fragt sich, ob sie durch ein Meer oder eine ganze Welt voneinander getrennt sind und was ihren gemeinsamen Weg erhellen könnte.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Irgendwo auf Erden ist einer, der wartet auf mich: Leib - Seele - entfalte dich!
- Kontrast
- Ich bin sehr einsam. Mein Jugendland ist Wasser und Himmel und flacher Strand
- Metapher
- Mein Jugendland ist Wasser und Himmel und flacher Strand
- Rhetorische Frage
- und ich weiß nicht, was unsren Weg erhellt?
- Wunschform
- O wäre ich älter! o wäre ich sein!