Macht des Weibes
1759Mächtig seid ihr, ihr seid′s durch der Gegenwart ruhigen Zauber; Was die stille nicht wirkt, wirket die rauschende nie. Kraft erwart′ ich vom Mann, des Gesetzes Würde behaupt′ er; Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche das Weib. Manche zwar haben geherrscht durch des Geistes Macht und der Taten; Aber dann haben sie dich, höchste der Kronen, entbehrt. Wahre Königin ist nur des Weibes weibliche Schönheit, Wo sie sich zeige, sie herrscht, herrschet bloß, weil sie sich zeigt.
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Interpretation
Das Gedicht "Macht des Weibes" von Friedrich von Schiller beschäftigt sich mit der Macht und Herrschaft des weiblichen Geschlechts. Es beginnt mit der Feststellung, dass die Macht der Frauen durch die ruhige Gegenwart und den stillen Zauber, den sie ausstrahlen, entsteht. Die Wirkung der Frauen wird als subtil und nicht aufdringlich beschrieben, im Gegensatz zu der "rauschenden" Wirkung, die als weniger wirkungsvoll gilt. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Mann als Träger der Gesetzeswürde und der Kraft dargestellt, während die Frau durch ihre Anmut herrscht. Schiller betont, dass wahre Königin nur die weibliche Schönheit sein kann. Diese Schönheit wird als höchste Krone bezeichnet und ist die Quelle der Macht der Frauen. Es wird jedoch auch erwähnt, dass einige Frauen durch ihren Geist und ihre Taten regiert haben, aber dabei die Schönheit vernachlässigt haben. Im letzten Teil des Gedichts wird die Macht der Frauen durch ihre Schönheit und Anmut nochmals betont. Die Schönheit der Frauen wird als ihr höchstes Gut und als ihre Krone bezeichnet. Sie herrscht und regiert, indem sie sich einfach zeigt und präsentiert. Die Macht der Frauen wird somit als eine natürliche und unwiderstehliche Kraft dargestellt, die auf ihre Schönheit und Anmut zurückzuführen ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Was die stille nicht wirkt, wirket die rauschende nie.
- Hyperbel
- höchste der Kronen
- Metapher
- ruhigen Zauber
- Parallelismus
- herrscht, herrsche
- Personifikation
- der Gegenwart ruhigen Zauber
- Rhetorische Frage
- Aber dann haben sie dich, höchste der Kronen, entbehrt.