Luther

August Wilhelm von Schlegel

1845

In klarem Deutsch die heil′ge Schrift Gar großen Segen hat gestift′t. Sie ward verdeutscht durch Martin Lutz, Dem Papst und Clerisei zum Trutz. Der Ketzer war ein frommer Mann: Gott woll′ ihn ewig selig han.

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Illustration zu Luther

Interpretation

Das Gedicht "Luther" von August Wilhelm von Schlegel ist eine kurze, aber eindringliche Hommage an Martin Luther und sein Wirken. Es betont die Bedeutung der Übersetzung der Bibel ins Deutsche und würdigt Luthers Mut, sich gegen die Autorität der Kirche zu stellen. Das Gedicht vermittelt eine klare Wertschätzung für Luthers Beitrag zur deutschen Sprache und Kultur. Die erste Strophe hebt die transformative Wirkung von Luthers Bibelübersetzung hervor. Die "heilige Schrift" wird als Quelle großen Segens dargestellt, der durch die Übersetzung ins Deutsche zugänglich gemacht wurde. Der Verweis auf "Martin Lutz" (eine Schreibweise von Luther) unterstreicht die zentrale Rolle, die er bei diesem Prozess spielte. Die Erwähnung des "Trutz" gegen den Papst und die Kleriker deutet auf den rebellischen Charakter von Luthers Handeln hin. Die zweite Strophe bringt eine persönliche und religiöse Perspektive ein. Luther wird als "frommer Mann" bezeichnet, was seine tiefe Religiosität und seinen Glauben an Gott betont. Der abschließende Wunsch, dass Gott ihn "ewig selig" haben möge, spiegelt eine tiefe Verehrung und den Wunsch nach göttlicher Gnade für Luther wider. Dies unterstreicht die positive Sichtweise des Autors auf Luther und sein Vermächtnis.

Schlüsselwörter

klarem deutsch heil schrift gar großen segen gestift

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Martin Lutz
Anapher
Gott woll′ ihn ewig selig han
Kontrast
Dem Papst und Clerisei zum Trutz
Metapher
Die heil′ge Schrift
Personifikation
Sie ward verdeutscht durch Martin Lutz