Lust-Freunde
1605Den beweinen wir am meisten, wann er fort sich macht, Der am meisten, weil er lebte, mit uns hat gelacht.
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Interpretation
Das Gedicht "Lust-Freunde" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Vergänglichkeit von Freundschaften, die allein auf Vergnügen und Spaß basieren. Es verdeutlicht, dass solche Freundschaften oft oberflächlich sind und sich auflösen, sobald die gemeinsamen Freuden enden. Der Autor reflektiert über die Natur dieser Beziehungen, die zwar in Zeiten des Wohlstands und der Freude intensiv sein können, aber in schwierigen Zeiten nicht Bestand haben. Der erste Vers des Gedichts beschreibt das Bedauern, das aufkommt, wenn solche Freunde gehen. Die Betonung liegt auf der Tatsache, dass der Schmerz am größten ist, wenn diese Personen sich entfernen. Dies deutet darauf hin, dass die Freundschaft zwar einen gewissen Wert hatte, aber auch eine Abhängigkeit von der Gegenwart und dem Einfluss dieser Personen impliziert. Im zweiten Vers wird die Ironie dieser Beziehungen hervorgehoben. Die Freunde, die am meisten gelacht und Spaß geteilt haben, sind oft diejenigen, die am schnellsten verschwinden, wenn es nicht mehr so gut läuft. Dies unterstreicht die Flüchtigkeit und die bedingte Natur solcher Freundschaften, die auf gemeinsamen Interessen und Vergnügungen basieren, anstatt auf tieferen emotionalen Bindungen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Den beweinen wir am meisten, wann er fort sich macht, / Der am meisten, weil er lebte, mit uns hat gelacht.
- Chiasmus
- Den beweinen wir am meisten, wann er fort sich macht, / Der am meisten, weil er lebte, mit uns hat gelacht.