Lückenbüßer
1747Ein Harfner hatt’ ein Harfenspiel Für seine Hand ersonnen Drauf hatt’ er süßen Lobes viel Im Land umher gewonnen.
Keck stahl das Harfenspiel ein Schwarm Von Affen gleichen Jüngern, Und quälte sich, dass Gott erbarm! Dem Harfner nachzufingern.
Viel Glück, viel Glück zum Ehrenschmaus, Ihr ruhmbeflissnen Jünger! Die Harfe macht’s allein nicht aus, Stehlt ihm auch Hand und Finger
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Interpretation
Das Gedicht "Lückenbüßer" von Gottfried August Bürger handelt von einem Harfner, der ein eigenes Harfenspiel erfunden hat und damit im Land großen Erfolg hatte. Sein Spiel wurde von vielen bewundert und er gewann viel Lob dafür. Allerdings stahl ein Schwarm von Affen, die ihm gleichen Jüngern, das Harfenspiel. Sie versuchten, dem Harfner nachzufolgen und ebenfalls auf der Harfe zu spielen. Doch sie quälten sich dabei und konnten nicht annähernd an die Fähigkeiten des Harfners herankommen. Der Harfner hofft, dass Gott Mitleid mit ihnen hat. Am Ende stellt der Harfner klar, dass es nicht nur auf die Harfe selbst ankommt, sondern auch auf die Hand und Finger des Spielers. Selbst wenn die Affen das Harfenspiel gestohlen haben, fehlen ihnen die Fähigkeiten des Harfners, um es ebenso gut zu spielen. Der Harfner wünscht ihnen zwar viel Glück, betont aber, dass sie ohne die entsprechenden Talente nicht erfolgreich sein werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- süßen Lobes viel
- Antithese
- Die Harfe macht's allein nicht aus, Stehlt ihm auch Hand und Finger
- Hyperbel
- quälte sich, dass Gott erbarm
- Ironie
- Viel Glück, viel Glück zum Ehrenschmaus
- Metapher
- Keck stahl das Harfenspiel ein Schwarm Von Affen gleichen Jüngern
- Personifikation
- Keck stahl das Harfenspiel ein Schwarm
- Reimschema
- AABB