Lockung
1840Hörst du nicht die Bäume rauschen Draußen durch die stille Rund? Lockts dich nicht, hinabzulauschen Von dem Söller in den Grund, Wo die vielen Bäche gehen Wunderbar im Mondenschein Und die stillen Schlösser sehen In den Fluß vom hohen Stein?
Kennst du noch die irren Lieder Aus der alten, schönen Zeit? Sie erwachen alle wieder Nachts in Waldeseinsamkeit, Wenn die Bäume träumend lauschen Und der Flieder duftet schwül Und im Fluß die Nixen rauschen - Komm herab, hier ists so kühl.
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Interpretation
Das Gedicht "Lockung" von Joseph von Eichendorff beschreibt die verlockende Anziehungskraft der Natur in der Nacht. Der Sprecher fragt, ob der Hörer das Rauschen der Bäume hören und von einer hohen Stelle herabgelockt werden kann, um die Schönheit der Landschaft im Mondenschein zu erleben. Die Natur wird als geheimnisvoll und verlockend dargestellt, mit fließenden Bächen, stillen Schlössern und einem kühlen, erfrischenden Gefühl. In der zweiten Strophe wird auf alte, schöne Lieder angespielt, die in der Nacht in der Einsamkeit des Waldes wieder erwachen. Die Natur wird als träumend und lauschend dargestellt, mit duftendem Flieder und rauschenden Nixen im Fluss. Der Sprecher lädt den Hörer ein, herabzukommen und die Kühle der Nacht zu genießen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine romantische Sehnsucht nach der Natur und ihrer geheimnisvollen Schönheit. Es lädt den Leser ein, der Verlockung der Nacht und der Stille des Waldes zu folgen und die Wunder der Natur zu erleben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Und im Fluß die Nixen rauschen
- Anapher
- Und im Fluß die Nixen rauschen
- Metapher
- Und im Fluß die Nixen rauschen
- Personifikation
- Und im Fluß die Nixen rauschen