Lieder als Intermezzo XVIII.

Emmanuel Geibel

unknown

Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette, Der duftete mir zu gar süßen Traum: Ich lag am Abhang einer Hügelkette, Und überblüht von Veilchen war der Raum: So viele wuchsen nie an einer Stätte, Man sah vor ihrem Blau den Rasen kaum; Da sprach das Herz: Hier ging mein Lieb, das traute, Und Veilchen sproßten auf, wohin sie schaute.

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Interpretation

Das Gedicht "Lieder als Intermezzo XVIII" von Emmanuel Geibel erzählt von einem Traum, der durch den Duft eines Veilchenstraußes am Bett des lyrischen Ichs ausgelöst wird. In diesem Traum befindet sich das Ich an einem Hügelabhang, der von Veilchen überwuchert ist. Die Fülle und Intensität der Veilchen symbolisiert die tiefe Verbundenheit mit der geliebten Person, die in diesem Ort verweilte. Die Veilchen stehen hier als Metapher für die Spuren, die die Liebe hinterlässt. Wo immer die Geliebte hinschaute, sprossen Veilchen, was ihre positive und lebensspendende Wirkung verdeutlicht. Die Umgebung, in der das lyrische Ich sich befindet, ist durchdrungen von der Präsenz der Geliebten, was die Allgegenwärtigkeit der Erinnerung und der Liebe unterstreicht. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Sehnsucht und die Vorstellung, dass Liebe auch in Abwesenheit der geliebten Person weiterlebt und sich in der Natur manifestiert. Die Veilchen sind somit ein Symbol für die unvergängliche und fruchtbare Natur der Liebe, die auch in Träumen und Erinnerungen fortbesteht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Ich lag am Abhang einer Hügelkette, Und überblüht von Veilchen war der Raum
Hyperbel
So viele wuchsen nie an einer Stätte
Metapher
Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette
Personifikation
Da sprach das Herz: Hier ging mein Lieb, das traute