Lied aus dem Spanischen

Gotthold Ephraim Lessing

1729

Gestern liebt ich, Heute leid ich, Morgen sterb ich: Dennoch denk ich Heut und morgen Gern an gestern.

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Interpretation

Das Gedicht "Lied aus dem Spanischen" von Gotthold Ephraim Lessing reflektiert über die Vergänglichkeit der Zeit und die Unausweichlichkeit des Wandels im Leben. Es beginnt mit der Erinnerung an gestern, eine Zeit der Liebe und des Glücks, und kontrastiert dies mit dem heutigen Leid. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht die emotionalen Höhen und Tiefen, die das Leben mit sich bringt, und zeigt, wie schnell sich die Gefühle wandeln können. Die Aussage "Morgen sterb ich" führt das Thema der Sterblichkeit ein und unterstreicht die Endlichkeit des menschlichen Daseins. Trotz der Ungewissheit und der bevorstehenden Herausforderungen drückt der Sprecher eine tiefe Sehnsucht nach der Vergangenheit aus. Die Wiederholung von "Heut und morgen" betont die Kontinuität des Denkens und Fühlens, selbst wenn sich die Umstände ändern. Dies zeigt eine beständige Verbindung zur Vergangenheit, die trotz des Leids und der bevorstehenden Sterblichkeit Bestand hat. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische, aber auch hoffnungsvolle Botschaft. Es erinnert uns daran, dass das Leben aus verschiedenen Phasen besteht, die alle ihre eigene Bedeutung haben. Die Liebe zur Vergangenheit und die Hoffnung auf die Zukunft ermöglichen es dem Sprecher, die Gegenwart zu ertragen und einen Sinn im Leben zu finden, trotz seiner Vergänglichkeit.

Schlüsselwörter

gestern morgen liebt heute leid sterb dennoch denk

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Gestern liebte ich, Heute leid ich, Morgen sterb ich
Antithese
Gestern liebte ich, Heute leid ich, Morgen sterb ich
Chiasmus
Heut und morgen Gern an gestern
Kontrast
Gestern liebte ich, Heute leid ich, Morgen sterb ich