Lied
1813Erdbeer′n pflücken, Ist es doch nicht weit zum Wald, Wollen junge Rosen brechen, Sie verwelken ja so bald!
Droben jene Wetterwolke, Die dich ängstigt, fürcht′ ich nicht; Nein, sie ist mir sehr willkommen, Denn die Mittagssonne sticht.
All die sengend-heißen Stralen, Die uns drohen, löscht sie aus, Und wenn sie sich selbst entladet, Sind wir lange schon zu Haus!
Tändelnd flecht′ ich dann die Rosen In dein dunkelbraunes Haar, Und du bietest Beer′ um Beere Meinen durst′gen Lippen dar.
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Interpretation
Das Gedicht "Lied" von Friedrich Hebbel ist ein romantisches Gedicht, das die Freude und Leichtigkeit einer jungen Liebe besingt. Die beiden Liebenden machen einen Ausflug in den Wald, um Erdbeeren zu pflücken und junge Rosen zu brechen. Sie genießen die gemeinsame Zeit und lassen sich nicht von drohenden Wetterwolken beirren. Das Gedicht beschreibt die Schönheit der Natur und die Intimität der beiden Liebenden. Die Rosen werden in das dunkelbraune Haar der Geliebten geflochten und die Erdbeeren werden von ihren Lippen genossen. Die Liebe ist voller Leidenschaft und Verlangen, aber auch von Zärtlichkeit und Geborgenheit geprägt. Das Gedicht endet mit einem Hauch von Melancholie, da die Rosen bald verwelken werden und die gemeinsame Zeit begrenzt ist. Dennoch überwiegt die Freude und das Glück der beiden Liebenden, die den Moment in vollen Zügen genießen. Das Gedicht ist ein zeitloses Loblied auf die Liebe und die Schönheit der Natur.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Wollen junge Rosen brechen, Sie verwelken ja so bald!
- Kontrast
- Droben jene Wetterwolke, Die dich ängstigt, fürcht′ ich nicht; Nein, sie ist mir sehr willkommen, Denn die Mittagssonne sticht
- Metapher
- Tändelnd flecht′ ich dann die Rosen In dein dunkelbraunes Haar
- Personifikation
- All die sengend-heißen Stralen, Die uns drohen, löscht sie aus
- Symbolik
- Erdbeer′n pflücken, Ist es doch nicht weit zum Wald