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Lieber träumen und verlangen

Von

Lieber möchte ich zu den geringsten Menschen gehören,
mit Träumen und dem Verlangen, sie zu erfüllen,
als der Größte zu sein, ohne Träume und ohne Verlangen.

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Gedicht: Lieber träumen und verlangen von Khalil Gibran

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Lieber träumen und verlangen“ von Khalil Gibran ist eine kurze, aber tiefgründige Reflexion über die Bedeutung von Träumen und Sehnsüchten im menschlichen Leben. Es stellt die Frage nach dem wahren Wert von Größe und Erfolg, indem es zwei gegensätzliche Lebensentwürfe gegenüberstellt. Der erste Entwurf, dem der Dichter den Vorzug gibt, ist der eines „geringsten Menschen“ mit „Träumen und dem Verlangen, sie zu erfüllen“. Hier wird die Essenz des Lebens in der Fähigkeit gesehen, nach Zielen zu streben und sich von Sehnsüchten leiten zu lassen, selbst wenn diese unerfüllt bleiben oder als „gering“ gelten mögen.

Der zweite Entwurf, der abgelehnt wird, ist der eines „Größten“, „ohne Träume und ohne Verlangen“. Diese Zeile suggeriert, dass wahre Größe, die auf äußeren Erfolgen oder gesellschaftlicher Anerkennung basieren mag, wertlos ist, wenn das Leben nicht von inneren Sehnsüchten und dem Streben nach Erfüllung geprägt ist. Die Abwesenheit von Träumen und Verlangen wird hier als eine Art spiritueller Leere dargestellt, als Zustand der Hoffnungslosigkeit und Stagnation, der jegliches menschliches Wachstum verhindert.

Die Botschaft des Gedichts ist eine Ermutigung zur Akzeptanz des menschlichen Zustands mit all seinen Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten. Es geht nicht darum, sich nach großen Leistungen zu streben, sondern vielmehr darum, das Leben mit Offenheit und Leidenschaft zu leben, die eigenen Träume zu bewahren und sich von ihnen leiten zu lassen. Die „geringsten Menschen“ werden hier zu Helden, weil sie die Fähigkeit besitzen, zu träumen und zu wünschen, während die „Größten“ zu einem leeren Symbol für äußeren Erfolg werden, der den wahren Reichtum des Lebens, die Erfüllung des Geistes, verfehlt.

Die Einfachheit der Sprache und der Aufbau des Gedichts tragen zur Stärke seiner Botschaft bei. Der direkte Vergleich der beiden Lebensentwürfe, die klare Gegenüberstellung von „Träumen und Verlangen“ gegenüber dem Fehlen dieser, macht die Aussage leicht verständlich und einprägsam. Es ist eine Mahnung an die Leser, die eigenen Träume zu bewahren und sich von ihnen leiten zu lassen, denn nur so kann das Leben einen wahren Sinn und Erfüllung finden.

Weitere Informationen

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Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.