Lieber alles
1809Soldat sein ist gefährlich, Studieren sehr beschwerlich, Das Dichten süß und zierlich, Der Dichter gar possierlich In diesen wilden Zeiten. Ich möcht am liebsten reiten, Ein gutes Schwert zur Seiten, Die Laute in der Rechten, Studentenherz zum Fechten. Ein wildes Roß ists Leben, Die Hufe Funken geben, Wers ehrlich wagt, bezwingt es, Und wo es tritt, da klingt es!
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Interpretation
Das Gedicht "Lieber alles" von Joseph von Eichendorff thematisiert die verschiedenen Lebenswege und deren jeweilige Vor- und Nachteile. Der Sprecher bedauert die Gefährlichkeit des Soldatenlebens, die Beschwerlichkeit des Studiums und die Süße und Zierlichkeit des Dichtens. Er sehnt sich danach, ein Leben voller Abenteuer und Freiheit zu führen, bei dem er ein gutes Schwert an seiner Seite trägt und die Laute in der rechten Hand hält. Der Sprecher wünscht sich ein Studentenherz zum Fechten und ein wildes Pferd als Leben. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt das Leben als wildes Pferd, das Funken gibt und von denen bezähmt werden kann, die es ehrlich wagen. Das Leben ist ein Abenteuer, bei dem man sich Herausforderungen stellen und seine Ziele erreichen kann. Der Sprecher betont, dass das Leben voller Möglichkeiten steckt und dass man es wagen sollte, sie zu ergreifen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Freiheit und des Abenteuers. Es ermutigt den Leser, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich seinen Träumen zu widmen. Der Sprecher fordert dazu auf, das Leben als wildes Pferd zu betrachten und es zu bezwingen, indem man ehrlich und mutig ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Soldat sein ist gefährlich, Studieren sehr beschwerlich
- Hyperbel
- Wers ehrlich wagt, bezwingt es
- Kontrast
- Soldat sein ist gefährlich, Studieren sehr beschwerlich
- Metapher
- Ein wildes Roß ists Leben
- Personifikation
- Die Hufe Funken geben
- Reimschema
- AABB