Liebe
1816Was die Liebe kann begehren, Liebe darf es frei gewähren.
Was von Liebe ward verschuldet, gern von Liebe wird’s geduldet.
Alles Fehlen, alles Irren Liebe weiß es zu entwirren;
trägt mit seliger Gebärde alle Not und Schuld der Erde;
am Geliebten jeden Flecken weiß sie sorgsam zu verdecken;
ja, ihn völlig freizusprechen, lächelnd teilt sie sein Verbrechen.
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe" von Robert Eduard Prutz thematisiert die bedingungslose und verzeihende Natur der Liebe. Es beginnt mit der Idee, dass die Liebe alles gewährt, was sie begehren kann, und betont damit ihre Großzügigkeit und Freiheit. Die Liebe wird als etwas dargestellt, das ohne Vorbehalt gibt und nimmt, was sie will. Im zweiten Teil des Gedichts wird die verzeihende Seite der Liebe hervorgehoben. Es wird darauf hingewiesen, dass alles, was in der Liebe verschuldet wurde, von der Liebe gerne geduldet wird. Die Liebe wird als etwas beschrieben, das in der Lage ist, alle Fehler und Irrtümer zu entwirren und alle Not und Schuld der Welt zu tragen. Dies zeigt die unendliche Geduld und das Verständnis, das die Liebe mit sich bringt. Im letzten Teil des Gedichts wird die Liebe als etwas dargestellt, das die Fehler des Geliebten sorgsam verbirgt und sogar bereit ist, sein Verbrechen zu teilen. Dies unterstreicht die bedingungslose Akzeptanz und die Bereitschaft, den Geliebten zu verteidigen, selbst wenn er schuldig ist. Die Liebe wird als etwas dargestellt, das über alle menschlichen Schwächen und Fehler hinwegsehen kann und den Geliebten vollkommen freispricht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Liebe weiß es zu entwirren
- Hyperbel
- trägt mit seliger Gebärde alle Not und Schuld der Erde
- Metapher
- Liebe kann begehren
- Parallelismus
- Was die Liebe kann begehren, Liebe darf es frei gewähren.
- Personifikation
- Liebe weiß es zu entwirren
- Reimschema
- AABB
- Synästhesie
- am Geliebten jeden Flecken weiß sie sorgsam zu verdecken