Liebe und Freundschaft
1719Liebe, weg! Du zankst dich nur, Bist nur immer eifersüchtig! Siehst nur immer nach der Uhr, Bist, wie ihre Stunden, flüchtig!
Freundschaft, bleib’! Du zankst dich nicht, Bist nicht immer eifersüchtig! Siehst in’s helle Sonnenlicht, Bist nicht unstät, bist nicht flüchtig!
Komm’ und sitz’ auf meinem Schooß, Herrsch’ in meinem kleinen Staate! – Wie werd’ ich die Liebe los? Rathe, liebe Freundschaft, rathe!
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe und Freundschaft" von Johann Wilhelm Ludwig Gleim thematisiert den Kontrast zwischen der Liebe und der Freundschaft. In den ersten beiden Strophen werden die beiden Konzepte direkt miteinander verglichen. Die Liebe wird als eifersüchtig, zänkisch und flüchtig dargestellt, während die Freundschaft als beständig, zuverlässig und ewig dauernd charakterisiert wird. Die dritte Strophe stellt eine Frage, wie der Sprecher die Liebe loswerden kann. Er bittet die Freundschaft um Rat, da er die Liebe als belastend empfindet und sich nach der Beständigkeit und Zuverlässigkeit der Freundschaft sehnt. Die Freundschaft wird als Lösung für die Probleme der Liebe präsentiert. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Botschaft, dass die Freundschaft der Liebe überlegen ist, da sie beständiger und zuverlässiger ist. Der Sprecher sehnt sich nach der Stabilität und dem Frieden, den die Freundschaft bietet, und möchte die Liebe loswerden, da sie ihm Probleme bereitet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- Liebe, weg! Du zankst dich nur, / Bist nur immer eifersüchtig! / Siehst nur immer nach der Uhr, / Bist, wie ihre Stunden, flüchtig! / Freundschaft, bleib’! Du zankst dich nicht, / Bist nicht immer eifersüchtig! / Siehst in’s helle Sonnenlicht, / Bist nicht unstät, bist nicht flüchtig!
- Metapher
- Bist, wie ihre Stunden, flüchtig!
- Personifikation
- Liebe, weg! Du zankst dich nur, / Bist nur immer eifersüchtig! / Freundschaft, bleib’! Du zankst dich nicht, / Bist nicht immer eifersüchtig!