Liebe und Begierde

Friedrich von Schiller

1796

Recht gesagt, Schlosser! Man liebt, was man hat, man begehrt, was man nicht hat; Denn nur das reiche Gemüth liebt, nur das arme begehrt.

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Illustration zu Liebe und Begierde

Interpretation

Das Gedicht "Liebe und Begierde" von Friedrich von Schiller behandelt die menschlichen Gefühle von Liebe und Begierde. Schiller stellt die These auf, dass Menschen das lieben, was sie bereits besitzen, und das begehren, was ihnen fehlt. Er vergleicht dies mit den Charaktereigenschaften eines reichen und eines armen Menschen. Das Gedicht beginnt mit der Anerkennung einer Aussage, die als "Recht gesagt, Schlosser!" bezeichnet wird. Schiller bestätigt, dass Menschen dazu neigen, das zu lieben, was sie bereits haben, und das zu begehren, was ihnen fehlt. Diese Aussage wird durch den Vergleich mit einem reichen und einem armen Menschen verdeutlicht. Ein reiches Gemüt liebt, während ein armes Gemüt begehrt. Schillers Interpretation legt nahe, dass die Liebe aus einem Gefühl der Zufriedenheit und des Besitzes entsteht. Menschen, die bereits über das verfügen, was sie begehren, können Liebe empfinden. Auf der anderen Seite entsteht die Begierde aus einem Gefühl des Mangels und des Verlangens. Menschen, die etwas nicht haben, begehren es und streben danach, es zu erlangen. Das Gedicht verdeutlicht die unterschiedlichen menschlichen Emotionen von Liebe und Begierde und stellt sie in einen Zusammenhang mit dem Zustand des Besitzes oder des Mangels. Schiller betont, dass die Liebe aus einem reichen Gemüt entsteht, während die Begierde aus einem armen Gemüt erwächst.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Antithese
Recht gesagt, Schlosser! Man liebt, was man hat, man begehrt, was man nicht hat;
Kontrast
nur das reiche Gemüth liebt, nur das arme begehrt.
Parallelismus
Man liebt, was man hat, man begehrt, was man nicht hat;