Liebe schont der Götter nicht.
1638Liebe schont der Götter nicht, sie kann alles überwinden, sie kann alle Herzen binden durch der Augen klahres Licht.
Selbst des Phebus Hertze bricht seine Klahrheit muss verschwinden, er kann keine Ruhe finden, weil der Pfeil noch in ihm sticht.
Jupiter ist selbst gebunden, Hercules ist überwunden durch die bittersüsse Pein; -
wie dann können doch die Herzen bloßer Menschen dieser Schmerzen gantz und gahr entübrigt seyn?
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe schont der Götter nicht" von Sibylla Schwarz thematisiert die übermächtige Kraft der Liebe, die selbst die Götter nicht verschont. Die Liebe wird als eine universelle Kraft dargestellt, die alles überwinden und Herzen durch das klare Licht der Augen binden kann. Diese Darstellung betont die Unausweichlichkeit und Allgegenwart der Liebe, die selbst vor göttlichen Wesen nicht haltmacht. Im zweiten Teil des Gedichts werden konkrete Beispiele aus der Mythologie angeführt, um die Macht der Liebe zu verdeutlichen. So wird Phoebus (der Gott der Sonne) gezeigt, dessen Herz durch die Klarheit der Liebe gebrochen wird und der keine Ruhe finden kann, solange der Pfeil der Liebe in ihm steckt. Auch Jupiter, der König der Götter, und Hercules, der stärkste Held, sind der Liebe unterworfen und werden durch die "bittere Süße" der Liebe gebunden. Diese Beispiele unterstreichen die Idee, dass die Liebe eine Kraft ist, die selbst die Mächtigsten beherrschen kann. Im abschließenden Teil des Gedichts wird die Frage aufgeworfen, wie es dann möglich sein soll, dass die Herzen der gewöhnlichen Menschen dieser Schmerzen der Liebe ganz und gar entgehen könnten. Diese rhetorische Frage verdeutlicht die Unausweichlichkeit der Liebe und ihre allumfassende Natur, die jeden, ob göttlich oder menschlich, in ihren Bann zieht. Das Gedicht endet mit der Erkenntnis, dass niemand der Macht der Liebe entkommen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Liebe schont der Götter nicht, sie kann alles überwinden, sie kann alle Herzen binden durch der Augen klahres Licht.
- Hyperbel
- sie kann alles überwinden
- Kontrast
- durch die bittersüsse Pein
- Metapher
- durch der Augen klahres Licht
- Personifikation
- Liebe schont der Götter nicht
- Rhetorische Frage
- wie dann können doch die Herzen bloßer Menschen dieser Schmerzen gantz und gahr entübrigt seyn?