Liebe im Winter
1866Wir küßten uns wild, wir zankten uns aus, Wir tollten und tanzten zum Hause hinaus! Nun hältst du wie erschrocken Im stummen Tanz der Flocken…
Über die glühenden Wangen, Zagen und Verlangen, Zitternde Lust und Weh Fällt der friedliche Schnee.
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe im Winter" von Hanns von Gumppenberg beschreibt die leidenschaftliche und turbulente Natur einer Liebesbeziehung, die im krassen Gegensatz zur ruhigen und friedlichen Atmosphäre des Schneefalls steht. Die ersten beiden Zeilen schildern eine wilde und ausgelassene Szene, in der sich das Liebespaar küsst, zankt, tollt und tanzt, bevor es das Haus verlässt. Die Verwendung von Ausrufezeichen und die Wiederholung des Wortes "uns" betonen die Intensität und das gegenseitige Engagement in der Beziehung. Im zweiten Versabschnitt wird die Stimmung abrupt gedämpft. Der Partner hält inne, als ob er erschrocken wäre, und beobachtet den "stummen Tanz der Flocken". Die Verwendung des Wortes "erschrocken" deutet darauf hin, dass die Ruhe und Schönheit des Schneefalls im Kontrast zu der wilden Leidenschaft steht, die zuvor herrschte. Die Stille und die sanfte Bewegung der Schneeflocken scheinen den Partner zum Innehalten und Nachdenken zu bewegen. Die letzten drei Zeilen des Gedichts beschreiben die Auswirkungen des Schneefalls auf die "glühenden Wangen" des Paares. Der Schnee fällt sanft auf ihre Gesichter und bringt ein Gefühl von Zagen, Verlangen, zitternder Lust und Weh mit sich. Die Verwendung von Alliterationen wie "Zagen und Verlangen" und "zitternde Lust und Weh" verstärkt die emotionale Intensität der Szene. Der Schnee scheint die Leidenschaft des Paares zu dämpfen und ihnen ein Gefühl von Frieden und Ruhe zu vermitteln, das im krassen Gegensatz zu ihrer vorherigen wilden Liebe steht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Über die glühenden Wangen, Zagen und Verlangen, Zitternde Lust und Weh Fällt der friedliche Schnee.
- Kontrast
- Wir tollten und tanzten zum Hause hinaus! Nun hältst du wie erschrocken Im stummen Tanz der Flocken...
- Metapher
- Nun hältst du wie erschrocken Im stummen Tanz der Flocken...
- Personifikation
- Nun hältst du wie erschrocken Im stummen Tanz der Flocken...
- Symbolik
- Fällt der friedliche Schnee.