Liebe des Tages Arbeit
1637Aurora kompt herfür / sie zeiget auffzustehen / und nach Gebür und Recht eim jeden hin zu gehen / wo seine Arbeit wacht; ich gehe nuhn auch hin an meine schwäre Last / die Lieb′ ist mein Begin.
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe des Tages Arbeit" von Sibylla Schwarz thematisiert den Beginn eines neuen Tages und die damit verbundene Verpflichtung zur Arbeit. Die Aurora, die Göttin der Morgenröte, tritt auf und signalisiert den Menschen, dass es Zeit ist aufzustehen und ihre jeweiligen Pflichten zu erfüllen. Jeder wird aufgefordert, dorthin zu gehen, wo seine Arbeit auf ihn wartet. Die Sprecherin des Gedichts, vermutlich Sibylla Schwarz selbst, folgt diesem Ruf und begibt sich ebenfalls an ihre Arbeit. Sie beschreibt ihre Aufgabe als eine "schwere Last", was darauf hindeutet, dass ihre Arbeit mühsam und anstrengend ist. Trotzdem beginnt sie voller Liebe und Hingabe mit ihrer Arbeit, wie die letzten beiden Zeilen verdeutlichen: "an meine schwäre Last / die Lieb′ ist mein Begin." Die Liebe zur Arbeit wird hier als treibende Kraft dargestellt, die die Sprecherin motiviert, sich ihren Aufgaben zu stellen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive Haltung gegenüber der täglichen Arbeit und betont die Bedeutung von Fleiß und Hingabe. Die Aurora als Symbol für den neuen Tag und die damit verbundenen Möglichkeiten wird als Aufforderung verstanden, die eigenen Pflichten mit Liebe und Engagement zu erfüllen. Sibylla Schwarz vermittelt damit eine zeitlose Botschaft über die Bedeutung von Arbeit und die Kraft der Liebe, die uns antreibt, uns unseren Aufgaben zu stellen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Gebür und Recht
- Enjambement
- Aurora kompt herfür / sie zeiget auffzustehen / und nach Gebür und Recht eim jeden hin zu gehen
- Metapher
- meine schwäre Last / die Lieb′ ist mein Begin
- Personifikation
- Aurora kompt herfür / sie zeiget auffzustehen