Liebe
1839Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken: Ach! das strenge Schicksal will es nicht; Meiden muss ich dich – dies wird dich kränken; Aber dich vergessen werd’ ich nicht; -
Ach! Die Zeit wird deine Triebe lenken, Folge guter Jüngling deiner Pflicht, Ewig werth macht mir dein Angedenken, Was für mich in deinem Herzen spricht.
Ein Gefühl, geläuterter als Liebe, Gränzenlos wie deine Zärtlichkeit, Freundschaft, wie vielleicht sie beuth,
Sey Ersatz für hoffnungslose Liebe, Sey der Dank für die besiegten Triebe, Und der Lohn für deine Redlichkeit!
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Interpretation
Das Gedicht "Liebe" von Gabriele von Baumberg handelt von einer unerfüllten Liebe, die durch äußere Umstände verhindert wird. Die Sprecherin beklagt, dass sie dem Geliebten keine Liebe schenken darf, da das Schicksal es so will. Sie muss ihn meiden, was ihn kränken wird, doch sie wird ihn nie vergessen. Die zweite Strophe richtet sich direkt an den Geliebten. Die Sprecherin appelliert an seine Pflichtbewusstheit und hofft, dass die Zeit seine Triebe lenken wird. Sie versichert ihm, dass sein Andenken ihr ewig wertvoll sein wird und dass sie seine innersten Gedanken und Gefühle kennt. In der dritten Strophe sucht die Sprecherin einen Ersatz für die unerfüllte Liebe. Sie bietet dem Geliebten eine Freundschaft an, die reiner und grenzenloser als die Liebe sein soll. Diese Freundschaft soll als Ersatz für die hoffnungslose Liebe dienen, als Dank für die überwundenen Triebe und als Lohn für seine Redlichkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken: / Ach! das strenge Schicksal will es nicht; / Meiden muss ich dich – dies wird dich kränken; / Aber dich vergessen werd' ich nicht; -
- Hyperbel
- Ewig werth macht mir dein Angedenken
- Kontrast
- Ein Gefühl, geläuterter als Liebe, / Gränzenlos wie deine Zärtlichkeit, / Freundschaft, wie vielleicht sie beyth
- Metapher
- das strenge Schicksal