Letztes Leuchten
1866Wenn schon lang im Abendstrahl Rot verglomm der Berge Glühen, Hellt die Gipfel noch einmal Lilienbleich ein weißes Blühen.
Sinkend hat das Lebenslicht Seine Farben schon verloren, Und sein letztes Grüßen bricht Rein und kühl aus Todestoren.
In der Nachtflut dunklem Weh Fels und Matten schwer verschwimmen - Nur der lauter-ewige Schnee Darf in diesem Licht noch glimmen.
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Interpretation
Das Gedicht "Letztes Leuchten" von Hanns von Gumppenberg thematisiert den Übergang vom Leben zum Tod. In den ersten beiden Strophen wird der Sonnenuntergang als Metapher für das Lebensende verwendet. Die Farben des Tages verblassen, und ein letztes, reines Licht bricht aus den "Todestoren". Die dritte Strophe setzt den Kontrast fort, indem sie die Dunkelheit der Nacht mit dem ewigen Schnee vergleicht, der in diesem Licht noch glühen darf. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung, aber auch eine gewisse Hoffnung auf das Unvergängliche.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Rein und kühl aus Todestoren
- Bildsprache
- In der Nachtflut dunklem Weh Fels und Matten schwer verschwimmen
- Kontrast
- Lilienbleich ein weißes Blühen
- Metapher
- Wenn schon lang im Abendstrahl Rot verglomm der Berge Glühen
- Personifikation
- Sinkend hat das Lebenslicht seine Farben schon verloren
- Symbolik
- Nur der lauter-ewige Schnee Darf in diesem Licht noch glimmen