Letztes Gedicht

Betty Paoli

1894

Wenn quälend mich die Angst beschleicht, Mein Teuerstes auf Erden, Mein Liebstes könnte mir vielleicht Einst noch entrissen werden; Dann tröstet der Gedanke mich: “Weshalb davor erbeben? Dies große Leid vermöchte ich Ja nicht zu überleben.”

Die Hoffnung, die sich in dir regt, Bevor du ihrer dich entschlagen, Daß keinem werde auferlegt So viel als er kann tragen. Wie groß das Leid, wie tief die Not, Du wirst dich d′rein ergeben, Und was dir bitt′rer als der Tod, Du wirst es überleben.

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Interpretation

Das Gedicht "Letztes Gedicht" von Betty Paoli handelt von der Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen und der Trost spendenden Hoffnung, dass man große Leiden nicht überleben würde. Die Autorin beschreibt, wie die Angst sie quält und sie befürchtet, ihr Liebster könnte ihr entrissen werden. Doch der Gedanke, dass sie ein solch großes Leid nicht überleben könnte, tröstet sie. Im zweiten Teil des Gedichts geht es um die Hoffnung, dass niemandem mehr auferlegt wird, als er tragen kann. Die Autorin glaubt, dass man sich in tiefster Not ergeben wird und alles, was einem bitterer als der Tod erscheint, überleben wird. Dies gibt ihr Mut und Kraft, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes in schweren Zeiten. Es zeigt, dass selbst in der größten Verzweiflung ein Funke Hoffnung existiert, der uns durch schwierige Zeiten trägt und uns die Kraft gibt, weiterzumachen.

Schlüsselwörter

leid überleben wirst quälend angst beschleicht teuerstes erden

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Stilmittel

Alliteration
Wenn quälend mich die Angst beschleicht
Hyperbel
Dies große Leid vermöchte ich ja nicht zu überleben
Kontrast
Wie groß das Leid, wie tief die Not
Metapher
Mein Teuerstes auf Erden
Parallelismus
Und was dir bittrer als der Tod, Du wirst es überleben
Personifikation
Die Hoffnung, die sich in dir regt