Letzter Schmuck
1815Ich will, wann ich gestorben werde sein, Als Blume blühn aus meines Grabes Staube: Daß, die mich tötet jetzt, mich pflücke fein, Und Liebe noch einmal mein Leben raube.
Ich will, wann ihre schöne Hand mich pflückt, Daß sie nicht wisse, wen sie also pflücke; Daß sie, mit der ich lebend mich geschmückt, Im Tode doch mit mir einmal sich schmücke.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Letzter Schmuck" von Friedrich Rückert handelt von der Sehnsucht des lyrischen Ichs, auch nach dem Tod noch eine Verbindung zu seiner Geliebten zu haben. Der Sprecher wünscht sich, dass er nach seinem Tod als Blume aus dem Staub seines Grabes erblüht. Auf diese Weise kann seine Geliebte ihn erneut pflücken und sich an ihm erfreuen, auch wenn sie nicht weiß, dass es sich dabei um den Sprecher handelt. Im zweiten Teil des Gedichts wird dieser Wunsch noch konkreter. Der Sprecher möchte, dass seine Geliebte ihn im Tod erneut schmückt, so wie sie es zu Lebzeiten getan hat. Obwohl sie ihn nicht erkennt, fühlt er sich durch diese Handlung geehrt und glücklich. Das Gedicht vermittelt eine romantische und zugleich traurige Stimmung, da es von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe und dem Wunsch nach einer ewigen Verbindung handelt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Schmuck
- Kontrast
- Im Tode doch mit mir einmal sich schmücke
- Metapher
- Als Blume blühn aus meines Grabes Staube
- Personifikation
- Daß, die mich tötet jetzt, mich pflücke fein
- Symbolik
- Blume
- Wiederholung
- Ich will, wann