Leise zieht durch mein Gemüt
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied.
Kling hinaus ins Weite.
Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich laß sie grüßen.
Felix Mendelsohn-Bartholdy ergänzte den Text
für seine Vertonung durch eine Strophe
von Hoffmann von Fallersleben,
die er als zweite dazwischenschob:
2/
Sprich zum Vöglein, das da singt
Auf dem Blütenzweige;
Sprich zum Bächlein, das da klingt,
Daß mir keines schweige!
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Kurze Interpretation des Gedichts
Das Gedicht „Leise zieht durch mein Gemüt“ von Heinrich Heine, erweitert durch eine Strophe von Hoffmann von Fallersleben, ist ein zartes, lyrisches Gedicht, das von Sehnsucht und der Sehnsucht nach einem geliebten Menschen handelt. Es ist geprägt von einer sanften Melancholie, die durch die Metaphern des „lieblichen Geläutes“ und des „kleinen Frühlingsliedes“ ausgedrückt wird. Die ersten beiden Strophen bilden den Kern des Gedichts, in dem eine Botschaft der Liebe und des Grußes durch die Natur an die Geliebte geschickt wird.
Die verwendete Sprache ist einfach und direkt, was die Intimität des Gedichts unterstreicht. Der Aufruf „Klinge, kleines Frühlingslied. Kling hinaus ins Weite“ ist eine Bitte an das Lied, seine Botschaft in die Welt zu tragen, bis hin zu dem Ort, an dem die Geliebte lebt. Die Verwendung von Bildern wie „Blumen sprießen“ und „Rose“ evoziert ein Gefühl von Frühling, Schönheit und Zärtlichkeit, die die Liebe des Sprechers widerspiegeln. Die Anweisung, die Rose zu grüßen, ist ein subtiler Ausdruck von Zuneigung und Respekt.
Die Hinzufügung der Strophe von Hoffmann von Fallersleben durch Felix Mendelssohn-Bartholdy erweitert das Spektrum des Gedichts, indem sie die Natur noch stärker in die Kommunikation einbezieht. Die Anrede an das „Vöglein“ und das „Bächlein“ verdeutlicht den Wunsch, dass die gesamte Natur am Gruß teilhaben soll. Diese zusätzliche Strophe verleiht dem Gedicht eine erweiterte Dimension der Naturverbundenheit und der allumfassenden Sehnsucht.
Insgesamt zeichnet sich das Gedicht durch seine Schlichtheit und Direktheit aus, die eine tiefgreifende Emotion, die Liebe und die Sehnsucht, zum Ausdruck bringt. Es ist ein Beispiel für die Romantik, die durch die Verwendung von Naturmetaphern und die Betonung der inneren Gefühle eine Verbindung zwischen dem Sprecher, der Natur und der geliebten Person herstellt. Die musikalische Ergänzung durch Mendelssohn-Bartholdy hebt die lyrische Qualität des Gedichts noch weiter hervor und macht es zu einem berührenden Ausdruck menschlicher Gefühle.
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Lizenz und Verwendung
Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.