Leid und Lust

Joseph von Eichendorff

1837

Wohl schaut ihr die Sterne Weit, ohne Zahl Doch bleiben sie ferne Euch allzumal.

Mir leuchten zwei Sterne Mit süßem Strahl, Die küss ich so gerne Vieltausendmal.

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Illustration zu Leid und Lust

Interpretation

Das Gedicht "Leid und Lust" von Joseph von Eichendorff beschreibt den Kontrast zwischen der allgemeinen Betrachtung der Sterne und der persönlichen, intensiven Beziehung zu zwei besonderen Sternen. Die ersten beiden Strophen vermitteln, dass die Sterne für die meisten Menschen zwar schön und zahlreich sind, aber dennoch fern und unerreichbar bleiben. Sie sind ein Symbol für das Unnahbare und das, was außerhalb der menschlichen Reichweite liegt. Im Gegensatz dazu stehen die zwei Sterne, die dem lyrischen Ich besonders nahe sind. Diese beiden Sterne leuchten mit einem süßen Strahl und werden vom lyrischen Ich mit großer Zärtlichkeit und Leidenschaft geküsst, und zwar vieltausendmal. Diese intensive Beziehung zu den beiden Sternen symbolisiert eine tiefe, persönliche Liebe oder Sehnsucht, die weit über die bloße Bewunderung der Sterne hinausgeht. Die beiden Sterne können als Metapher für zwei geliebte Personen oder für zwei Aspekte des Lebens verstanden werden, die dem lyrischen Ich besonders am Herzen liegen. Die wiederholten Küsse symbolisieren die unendliche Hingabe und die tiefe emotionale Verbindung zu diesen beiden Sternen. Das Gedicht vermittelt somit die Idee, dass wahre Liebe und Erfüllung nicht in der Ferne und Unerreichbarkeit liegen, sondern in der intensiven, persönlichen Beziehung zu dem, was uns wirklich am Herzen liegt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Wohl schaut ihr die Sterne Weit, ohne Zahl Doch bleiben sie ferne Euch allzumal.
Gegensatz
Wohl schaut ihr die Sterne Weit, ohne Zahl Doch bleiben sie ferne Euch allzumal.
Hyperbel
Die küss ich so gerne Vieltausendmal.