Legende
1927Vor einem hellen Marienbild Spielte ein Bettler die Geige. Die Vögel sangen im Herbstgefild, Der Tag ging schon zur Neige.
Er spielte der Reben süße Last, Die hingen ihm bis zur Stirne, Er spielte den reifen Apfelast Und der Berge schneeige Firne.
Er spielte der blauen Seen Licht, Die leuchteten ihm aus den Augen. Er sang zu der Geige und immer noch nicht Wollte das Lied ihm taugen.
Da sang er den Mond und die Sterne dazu Die konnte er alle verschenken Und weinte des Waldes einsame Ruh, Die tät seine Geige tränken.
Er spielte und sang und merkte kaum Wie Maria sich leise bewegte Und ihm beim Spiel ihrer Hände Schaum Auf die wehenden Locken legte.
Er drehte beim Spiele sich hin und her, Das tönende Holz unterm Kinne. Er wollte, daß seine süße Mär In alle vier Winde zerrinne.
Da stieg die Madonna vom Sockel herab Und folgte ihm auf seine Wege. Die gingen bergauf und gingen bergab Durch Gestrüpp und Dornengehege.
Er spielte noch, als schon der Hahn gekräht Und manche Saite zersprungen. Auf Dreien spielt er die Trinität Auf zweien die Engelszungen.
Zuletzt war es nur noch das heimliche Lied Vom eingeborenen Sohne. Maria deckte den Mantel auf ihn Darin schläft er zum ewigen Lohne.
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Interpretation
Das Gedicht "Legende" von Hugo Ball erzählt die Geschichte eines Bettlers, der vor einem Marienbild auf seiner Geige spielt. Die Interpretation des Gedichts könnte wie folgt lauten: Das Gedicht "Legende" von Hugo Ball erzählt die Geschichte eines Bettlers, der vor einem Marienbild auf seiner Geige spielt. Die Interpretation des Gedichts könnte wie folgt lauten: Das Gedicht eröffnet mit einer ruhigen und melancholischen Stimmung, während der Bettler vor dem Marienbild spielt. Die Natur um ihn herum, wie die singenden Vögel und der herbstliche Feld, verstärkt die Stimmung der Sehnsucht und des Verlangens. Der Bettler spielt die Schönheit der Natur und die Sehnsucht nach dem Göttlichen. Er spielt von den reifen Früchten, den schneebedeckten Bergen und dem Licht der blauen Seen. Doch trotz seiner musikalischen Fähigkeiten ist er unzufrieden und sucht nach etwas Tieferem. Die Madonna, die das Marienbild darstellt, wird vom Sockel herabsteigen und dem Bettler auf seinen Wegen folgen. Sie symbolisiert die göttliche Liebe und das Mitgefühl. Am Ende des Gedichts wird der Bettler von Maria in ihren Mantel gehüllt und schläft in ewiger Ruhe. Das Gedicht "Legende" von Hugo Ball erzählt die Geschichte eines Bettlers, der vor einem Marienbild auf seiner Geige spielt. Die Interpretation des Gedichts könnte wie folgt lauten: Das Gedicht eröffnet mit einer ruhigen und melancholischen Stimmung, während der Bettler vor dem Marienbild spielt. Die Natur um ihn herum, wie die singenden Vögel und der herbstliche Feld, verstärkt die Stimmung der Sehnsucht und des Verlangens. Der Bettler spielt die Schönheit der Natur und die Sehnsucht nach dem Göttlichen. Er spielt von den reifen Früchten, den schneebedeckten Bergen und dem Licht der blauen Seen. Doch trotz seiner musikalischen Fähigkeiten ist er unzufrieden und sucht nach etwas Tieferem. Die Madonna, die das Marienbild darstellt, wird vom Sockel herabsteigen und dem Bettler auf seinen Wegen folgen. Sie symbolisiert die göttliche Liebe und das Mitgefühl. Am Ende des Gedichts wird der Bettler von Maria in ihren Mantel gehüllt und schläft in ewiger Ruhe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Durch Gestrüpp und Dornengehege
- Hyperbel
- Und weinte des Waldes einsame Ruh
- Metapher
- Maria deckte den Mantel auf ihn
- Personifikation
- Maria sich leise bewegte
- Symbolik
- Vom eingeborenen Sohne