Lebenszweck

Marie von Ebner-Eschenbach

1830

Hilflos in die Welt gebannt, Selbst ein Rätsel mir, In dem schalen Unbestand, Ach, was soll ich hier?

- Leiden, armes Menschenkind, Jede Erdennot, Ringen, armes Menschenkind, Ringen um den Tod.

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Illustration zu Lebenszweck

Interpretation

Das Gedicht "Lebenszweck" von Marie von Ebner-Eschenbach ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz und dem Sinn des Lebens. Die Autorin stellt sich in den ersten beiden Zeilen als hilfloses Wesen dar, das in die Welt gebannt wurde und sich selbst als Rätsel betrachtet. Sie fragt sich, was ihr Zweck in dieser vergänglichen, unsicheren Welt ist. In den folgenden Zeilen beschreibt Ebner-Eschenbach das menschliche Dasein als eines des Leidens und Ringens. Sie bezeichnet den Menschen als "armes Menschenkind" und beschreibt das Leben als einen Kampf mit allen Notlagen, die die Erde zu bieten hat. Das Leben wird als ein Ringen um den Tod dargestellt, was eine pessimistische Sichtweise auf die menschliche Existenz vermittelt. Die Autorin scheint die Sinnlosigkeit des Lebens zu betonen und den Lebenszweck als unklar oder gar nicht existent darzustellen. Die Verwendung von Begriffen wie "hilflos", "Rätsel" und "Ringen" vermittelt ein Gefühl der Verzweiflung und des Kampfes. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die menschliche Existenz und den Sinn des Lebens an und lässt den Leser mit einem Gefühl der Unsicherheit und des Zweifels zurück.

Schlüsselwörter

armes menschenkind ringen hilflos welt gebannt selbst rätsel

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Stilmittel

Anapher
Ringen, armes Menschenkind, Ringen um den Tod
Metapher
In dem schalen Unbestand
Personifikation
Jede Erdennot