Lebensregel

Johann Wolfgang von Goethe

1749

Willst du dir ein hübsch Leben zimmern, Mußt dich ums Vergangne nicht bekümmern, Das Wenigste muß dich verdrießen; Mußt stets die Gegenwart genießen, Besonders keinen Menschen hassen Und die Zukunft Gott überlassen.

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Interpretation

Das Gedicht "Lebensregel" von Johann Wolfgang von Goethe ist eine Anleitung für ein erfülltes und glückliches Leben. Der Dichter betont die Wichtigkeit, sich nicht über die Vergangenheit zu ärgern oder Sorgen zu machen. Stattdessen sollte man die Gegenwart genießen und das Wenigste einen nicht verdrießen lassen. Dies impliziert eine Haltung der Gelassenheit und des Optimismus gegenüber den Herausforderungen des Lebens. Goethe legt weiterhin Wert darauf, keine Menschen zu hassen. Dies deutet auf eine Philosophie der Vergebung und des Verständnisses hin, die zu innerem Frieden und harmonischen Beziehungen führt. Die Betonung liegt auf der positiven Gestaltung des eigenen Lebens durch die Kontrolle der eigenen Emotionen und Reaktionen auf andere. Schließlich rät Goethe dazu, die Zukunft Gott zu überlassen. Dies kann als Ausdruck des Vertrauens in eine höhere Macht oder das Schicksal interpretiert werden. Es ermutigt dazu, sich nicht übermäßig Sorgen um das Unbekannte zu machen, sondern das Leben mit Zuversicht und Glauben zu meistern. Insgesamt bietet das Gedicht eine Lebensphilosophie, die auf Achtsamkeit, Akzeptanz und spirituellem Vertrauen basiert.

Schlüsselwörter

mußt willst hübsch leben zimmern ums vergangne bekümmern

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Stilmittel

Hyperbel
Das Wenigste muß dich verdrießen
Imperativ
Und die Zukunft Gott überlassen
Metapher
ein hübsch Leben zimmern
Parallelismus
Mußt dich ums Vergangne nicht bekümmern, Das Wenigste muß dich verdrießen; Mußt stets die Gegenwart genießen