Leben

William Shakespeare

1558

…Was ist Leben? Ein Schatten der vorüberstreicht! Ein armer Gaukler, Der seine Stunde lang sich auf der Bühne zerquält und tobt; dann hört man ihn nicht mehr. Ein Märchen ist es, das ein Tor erzählt Voll Wortschwall, und bedeutet nichts.

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Illustration zu Leben

Interpretation

Das Gedicht Leben von William Shakespeare beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit und Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins. Es vergleicht das Leben mit einem flüchtigen Schatten, der vorüberzieht, und einem armen Gaukler, der sich auf der Bühne des Lebens kurzzeitig abmüht und tobt, bevor er wieder verstummt. Diese Metaphern verdeutlichen die vergängliche und vergessene Natur des menschlichen Lebens. Shakespeare betont weiterhin die Bedeutungslosigkeit des Lebens, indem er es mit einem Märchen vergleicht, das ein Narr erzählt. Das Märchen, gefüllt mit leeren Worten, hat keine tiefere Bedeutung oder Substanz. Diese Analogie unterstreicht die Nutzlosigkeit und Leere, die Shakespeare im menschlichen Leben wahrnimmt. Das Gedicht vermittelt eine pessimistische Sicht auf das Leben, die von Shakespeare in seiner typischen poetischen Sprache ausgedrückt wird. Trotz der scheinbaren Hoffnungslosigkeit regt das Gedicht zum Nachdenken über den Wert und die Bedeutung des eigenen Lebens an. Es fordert den Leser auf, die Vergänglichkeit des Lebens zu erkennen und möglicherweise nach einem tieferen Sinn zu suchen, trotz der vom Dichter betonten Sinnlosigkeit.

Schlüsselwörter

leben schatten vorüberstreicht armer gaukler stunde lang bühne

Wortwolke

Wortwolke zu Leben

Stilmittel

Alliteration
Voll Wortschwall
Antithese
Ein Märchen ist es, das ein Tor erzählt
Hyperbel
Voll Wortschwall
Metapher
Bühne
Personifikation
Sich auf der Bühne zerquält und tobt
Vergleich
Ein Märchen ist es