Laßt die Libellen ziehn

Novalis

1772

Laßt die Libellen ziehn; unschuldige Fremdlinge sind es, Folgen dem Doppelgestirn froh, mit Geschenken, hieher.

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Interpretation

Das Gedicht "Laßt die Libellen ziehn" von Novalis thematisiert die Vergänglichkeit und die Schönheit der Natur. Die Libellen werden als unschuldige Fremdlinge beschrieben, die dem Doppelgestirn folgen und mit Geschenken kommen. Dies könnte eine Anspielung auf die Jahreszeiten sein, wobei die Libellen den Sommer symbolisieren. Das Doppelgestirn könnte die Sonne und den Mond repräsentieren, die den Zyklus der Jahreszeiten bestimmen. Die Aufforderung, die Libellen ziehen zu lassen, deutet auf eine Akzeptanz des natürlichen Wandels hin. Anstatt die flüchtige Schönheit festhalten zu wollen, wird dazu ermutigt, den Lauf der Dinge zu akzeptieren und die vergänglichen Momente zu schätzen. Die Geschenke, die die Libellen bringen, könnten metaphorisch für die Gaben der Natur stehen, die uns im Laufe der Jahreszeiten beschert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische, aber auch friedliche Stimmung. Es lädt den Leser dazu ein, die Vergänglichkeit des Lebens zu akzeptieren und die Schönheit der Natur in ihrer Vergänglichkeit zu würdigen. Die Libellen werden dabei zu Symbolen für die flüchtigen Momente des Glücks und der Schönheit, die es zu schätzen gilt, solange sie da sind.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Doppelgestirn
Personifikation
Laßt die Libellen ziehn