Laß deinen Sinn das Glücke nicht verdrehn

Hans Aßmann Freiherr von Abschatz

1646

Laß deinen Sinn das Glücke nicht verdrehn/ Das selten lang auff ebnem Fusse steht; Bleib unbewegt/ und lerne wie es geht/ Gutt oder schlimm/ mit gleichem Auge sehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Laß deinen Sinn das Glücke nicht verdrehn" von Hans Aßmann Freiherr von Abschatz ist eine Betrachtung über die Unbeständigkeit des Glücks und die Notwendigkeit innerer Ruhe. Der Sprecher ermahnt den Leser, das Glück nicht zu verzerren oder zu verfälschen, da es selten lange auf gleichmäßigem Fuß steht. Das Glück ist also nicht konstant, sondern wechselhaft und unvorhersehbar. Der zweite Teil des Gedichts fordert den Leser auf, unbewegt zu bleiben und zu lernen, wie man mit den Höhen und Tiefen des Lebens umgeht. Der Sprecher betont die Wichtigkeit, Gut und Schlecht mit gleichem Auge zu sehen, was bedeutet, dass man sowohl positive als auch negative Ereignisse mit Gelassenheit und Gleichmut betrachten sollte. Dies deutet auf eine stoische oder buddhistische Lebensphilosophie hin, die die Akzeptanz und die emotionale Ausgeglichenheit in den Vordergrund stellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der inneren Stärke und der Fähigkeit, mit den Schwankungen des Lebens umzugehen. Es ermutigt den Leser, sich nicht von den Höhen und Tiefen des Glücks beeinflussen zu lassen, sondern einen stabilen und ausgeglichenen Geist zu bewahren.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
auff ebnem Fusse
Imperativ
Laß deinen Sinn
Metapher
mit gleichem Auge sehn
Parallelismus
Gut oder schlimm/ mit gleichem Auge sehn