Laß das Kätzchen in Ruh!
1798Franz, sag′ ich, laß das Kätzchen in Ruh! Es wird dich kratzen. Laß dich doch nicht warnen immerzu! Falsch sind die Katzen.
Sie können schnurren und zärtlich sein, Sich schmiegen und schmeicheln, Sie tätzeln und ziehen die Krallen ein Und lassen sich streicheln.
Doch ändern sich auch oft geschwind Die freundlichsten Katzen, Denn Katzen nun einmal Katzen sind Und müssen kratzen.
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Interpretation
Das Gedicht "Laß das Kätzchen in Ruh!" von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben beschreibt die täuschende Natur von Katzen. Es warnt davor, Katzen zu stören, da sie kratzen könnten, obwohl sie oft zärtlich und freundlich erscheinen. Das Gedicht betont, dass Katzen zwar schnurren, sich schmiegen und streicheln lassen können, aber ihre Krallen einziehen und sich plötzlich ändern können. Das Gedicht hebt die Doppelzüngigkeit der Katzen hervor, indem es ihre Fähigkeit, zärtlich und freundlich zu sein, mit ihrer Neigung, zu kratzen, kontrastiert. Es legt nahe, dass Katzen von Natur aus dazu neigen, zu kratzen, unabhängig davon, wie freundlich sie erscheinen mögen. Der Autor warnt davor, sich von ihrem äußeren Verhalten täuschen zu lassen und betont, dass Katzen letztendlich Katzen sind und ihre Instinkte nicht ändern können. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine warnende Botschaft über die Unberechenbarkeit von Katzen und die Notwendigkeit, vorsichtig mit ihnen umzugehen. Es erinnert den Leser daran, dass äußere Erscheinungen trügen können und dass man die wahre Natur eines Wesens nicht ignorieren sollte, selbst wenn es sich scheinbar freundlich verhält.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sich schmiegen und schmeicheln
- Anapher
- Franz, sag' ich, laß das Kätzchen in Ruh!
- Kontrast
- Doch ändern sich auch oft geschwind Die freundlichsten Katzen
- Metapher
- Falsch sind die Katzen
- Personifikation
- Sie können schnurren und zärtlich sein