Laß ab von diesem Zweifeln, Klauben

Theodor Fontane

1849

Laß ab von diesem Zweifeln, Klauben, Vor dem das Beste selbst zerfällt, Und wahre dir den vollen Glauben An diese Welt trotz dieser Welt.

Schau hin auf eines Weibes Züge, Das lächelnd auf den Säugling blickt, Und fühl′s, es ist nicht alles Lüge, Was uns das Leben bringt und schickt.

Und, Herze, willst du ganz genesen, Sei selber wahr, sei selber rein! Was wir in Welt und Menschen lesen, Ist nur der eigne Widerschein.

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Interpretation

Das Gedicht "Laß ab von diesem Zweifeln, Klauben" von Theodor Fontane handelt von der Bedeutung von Glauben und Vertrauen im Leben. Es ermutigt den Leser, an die Welt zu glauben, trotz aller Widrigkeiten und Zweifel, die das Leben mit sich bringen kann. Der Dichter betont die Notwendigkeit, den Glauben an die Menschheit und die Welt zu bewahren, um inneren Frieden und Zufriedenheit zu finden. In der zweiten Strophe wird die Unschuld und Reinheit der Mutter-Kind-Beziehung als Beispiel für die Echtheit und Wahrhaftigkeit im Leben angeführt. Das Lächeln der Mutter auf ihr Kind wird als Symbol für die Liebe und das Vertrauen dargestellt, die trotz aller Widrigkeiten existieren. Der Dichter betont, dass nicht alles im Leben eine Lüge ist und dass es wahre und wertvolle Momente gibt, die es zu schätzen gilt. In der letzten Strophe fordert der Dichter den Leser auf, selbst wahr und rein zu sein, um die Welt und die Menschen um sich herum positiv beeinflussen zu können. Er betont, dass das, was wir in der Welt und in den Menschen sehen, nur ein Spiegelbild unserer eigenen Gedanken und Einstellungen ist. Der Dichter ermutigt den Leser, eine positive und optimistische Haltung einzunehmen, um die Welt um sich herum zu verbessern und inneren Frieden zu finden.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Laß ab von diesem Zweifeln, Klauben
Imperativ
Sei selber wahr, sei selber rein
Kontrast
An diese Welt trotz dieser Welt
Metapher
Ist nur der eigne Widerschein