Langes Leben

Friedrich Freiherr von Logau

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Langes Leben ist ein Segen, der den Seinen gibet Gott; Ieder wüntschet ihn zu haben, da er doch ist voller Spott.

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Interpretation

Das Gedicht "Langes Leben" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Ambivalenz des langen Lebens. Es beginnt mit der Aussage, dass ein langes Leben ein Segen ist, den Gott den Seinen gibt. Doch schon im nächsten Satz wird diese positive Sichtweise relativiert, indem es heißt, dass jeder diesen Segen haben möchte, obwohl er voller Spott ist. Das Gedicht deutet an, dass ein langes Leben nicht immer erstrebenswert ist, da es mit Leiden und Enttäuschungen verbunden sein kann. Der "Spott" bezieht sich möglicherweise auf die körperlichen und geistigen Einschränkungen, die mit dem Alter einhergehen können. Zudem könnte das Gedicht darauf anspielen, dass ein langes Leben nicht automatisch ein erfülltes oder glückliches Leben bedeutet. Die Kürze des Gedichts unterstreicht die Dichte der Aussage und lässt den Leser über die Ambivalenz des langen Lebens nachdenken. Es regt dazu an, sich mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen vom Leben auseinanderzusetzen und die möglichen Konsequenzen eines langen Lebens zu bedenken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Antithese
Langes Leben ist ein Segen, der den Seinen gibet Gott; Ieder wüntschet ihn zu haben, da er doch ist voller Spott.
Ironie
Ieder wüntschet ihn zu haben, da er doch ist voller Spott.