Landschaftmalerische Hyperbel

Wilhelm Friedrich Waiblinger

unknown

Hast du den Himmel gesehn heut’ Abend? – »Nein, und wie war er?« – O welch herrlicher Claud, ach welch ein himmlischer Ton! »Und die Campagna, wie war sie?« – Nur Claud in Himmel und Erde, Jeglichen Pinselstrich hab’ in der Luft ich gesehn!

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Interpretation

Das Gedicht "Landschaftmalerische Hyperbel" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt die Bewunderung des lyrischen Ichs für eine atemberaubende Abendlandschaft, die an die Werke des französischen Malers Claude Lorrain erinnert. Der Himmel wird als ein "himmlischer Ton" beschrieben, der an die Farbgebung in Claudes Gemälden erinnert. Die Campagna, die römische Campagna, wird als eine von Claude Lorrain inspirierte Landschaft dargestellt, in der jedes Detail wie ein Pinselstrich in der Luft zu sehen ist. Das Gedicht verwendet eine Frage-Antwort-Struktur, die den Eindruck einer Unterhaltung zwischen dem lyrischen Ich und einem unbekannten Gesprächspartner erweckt. Die Frage nach dem heutigen Himmel und der Campagna wird mit einer enthusiastischen Beschreibung beantwortet, die die Schönheit der Landschaft betont. Die Verwendung des Namens "Claud" bezieht sich auf den Maler Claude Lorrain, der für seine idyllischen Landschaftsgemälde bekannt war. Die letzte Zeile des Gedichts, "Jeglichen Pinselstrich hab' in der Luft ich gesehn!", verdeutlicht die tiefe Bewunderung des lyrischen Ichs für die Landschaft. Die Landschaft wird als ein Gemälde beschrieben, in dem jedes Detail wie ein Pinselstrich in der Luft zu sehen ist. Dies unterstreicht die Idee, dass die Natur selbst wie ein Kunstwerk erscheint, das von einem Meister wie Claude Lorrain geschaffen wurde.

Schlüsselwörter

himmel gesehn welch claud hast heut abend herrlicher

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Stilmittel

Bildhafte Sprache
Jeglichen Pinselstrich hab' in der Luft ich gesehn
Frage-Antwort-Struktur
Hast du den Himmel gesehn heut' Abend? – »Nein, und wie war er?«
Hyperbel
O welch herrlicher Claud, ach welch ein himmlischer Ton!
Metapher
Nur Claud in Himmel und Erde
Vergleich
Und die Campagna, wie war sie?