Läuten kaum die Maienglocken

Joseph von Eichendorff

1820

Läuten kaum die Maienglocken, leise durch den lauen Wind, hebt ein Knabe froh erschrocken, aus dem Grase sich geschwind. Schüttelt in den Blütenflocken, seine feinen blonden Locken, schelmisch sinnend wie ein Kind.

Und nun wehen Lerchenlieder und es schlägt die Nachtigall, von den Bergen rauschend wieder kommt der kühle Wasserfall. Rings im Walde bunt Gefieder, Frühling ist es wieder und ein Jauchzen überall.

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Interpretation

Das Gedicht "Läuten kaum die Maienglocken" von Joseph von Eichendorff handelt von der Erweckung der Natur im Frühling und der damit verbundenen Freude und Lebendigkeit. Es beschreibt die Reaktion eines Jungen auf die ersten Glocken des Mai, der sich aus dem Gras erhebt und seine blonden Locken schüttelt. Die Natur erwacht um ihn herum, mit Lerchenliedern, Nachtigallgesang und dem Rauschen des Wasserfalls. Der Wald ist bunt mit gefiederten Tieren, und überall herrscht eine Atmosphäre des Jubels und der Erneuerung. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der Freude und des Staunens über die Schönheit der Natur und die Ankunft des Frühlings.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
leise durch den lauen Wind
Ausruf
und ein Jauchzen überall
Bildsprache
Lerchenlieder
Kontrast
von den Bergen rauschend wieder kommt der kühle Wasserfall
Metapher
Blütenflocken
Personifikation
Läuten kaum die Maienglocken
Symbolik
Nachtigall
Vergleich
schelmisch sinnend wie ein Kind
Wiederholung
Frühling ist es wieder