Kutscher auf dem Knie
1862Wagen im Wind! Wie sitzt mein Kind! Wie geht mein Pferd! Alles verkehrt! Holdriutsch - Oben die Räder, unten die Kutsch!
Wagen im Schnee! Da guckt das Reh, Da schnuppert der Has Mit der wackligen Nas! Holdriuff - Da sitzt unser Kutscher wieder oben uff!
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Interpretation
Das Gedicht "Kutscher auf dem Knie" von Paula Dehmel ist ein heiteres und verspieltes Gedicht, das die Freude und das Vergnügen eines Kindes beim Spielen mit einem Spielzeug-Kutscher auf dem Knie beschreibt. Die Verse sind kurz und prägnant, was den kindlichen Charme des Gedichts unterstreicht. Die erste Strophe beschreibt die Szene, in der das Kind mit dem Spielzeug-Kutscher spielt. Das Kind sitzt auf dem Knie des Erwachsenen, während der Kutscher und das Pferd verkehrt herum sind, was die Unschuld und das unbeschwerte Spiel des Kindes symbolisiert. Der Ausruf "Holdriutsch" am Ende der Strophe drückt die Freude und das Vergnügen des Kindes aus. In der zweiten Strophe wird die Szene im Winter dargestellt. Das Kind stellt sich vor, wie der Kutscher durch den Schnee fährt und dabei auf Rehe und Hasen trifft. Die Beschreibung der wackligen Nase des Hasen fügt eine humorvolle Note hinzu. Der Ausruf "Holdriuff" am Ende der Strophe zeigt die Begeisterung des Kindes für das winterliche Spiel. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Freude und das imaginative Spiel eines Kindes, das mit einem Spielzeug-Kutscher auf dem Knie des Erwachsenen spielt. Es fängt die Unschuld und das unbeschwerte Vergnügen des Kindes ein und lädt den Leser ein, sich in die Welt des kindlichen Spiels zu versetzen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wackligen Nas
- Anapher
- Wagen im Wind! Wagen im Schnee!
- Ironie
- Oben die Räder, unten die Kutsch! / Da sitzt unser Kutscher wieder oben uff!
- Onomatopoesie
- Holdriutsch - Holdriuff
- Reimschema
- Kind - verkehrt - Räder - Kutsch, Reh - Has - Nas - uff