Kurze Freude
unknownDie Erde bleibt doch für alle Zeit Ein schlimmer Ort. Wird man endlich ein bischen gescheidt, So muß man fort. Und jenseits? nein, Wird’s auch nichts Rares sein.
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Interpretation
Das Gedicht "Kurze Freude" von Friedrich Theodor Vischer thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und die damit verbundene Unzufriedenheit mit der Welt. Die Erde wird als ein "schlimmer Ort" beschrieben, an dem man trotz aller Bemühungen nicht lange verweilen kann. Die Kürze des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes werden betont, was eine melancholische Stimmung erzeugt. Die zweite Strophe verdeutlicht, dass man, sobald man ein wenig Klugheit erlangt hat, die Welt verlassen muss. Dies kann als Kritik an der Vergänglichkeit des Lebens und der damit verbundenen Unmöglichkeit, wahre Zufriedenheit zu finden, interpretiert werden. Die Erde wird als ein Ort dargestellt, an dem man nur eine begrenzte Zeit verweilen kann, bevor man weiterziehen muss. Die letzte Strophe wirft die Frage nach dem Jenseits auf und deutet an, dass auch dort keine wirkliche Erfüllung zu erwarten ist. Das Wort "Rares" impliziert, dass auch das Leben nach dem Tod keine wesentliche Verbesserung oder Erleichterung bringen wird. Das Gedicht endet somit mit einer resignativen Note, die die Sinnlosigkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes betont.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Die Erde bleibt doch für alle Zeit Ein schlimmer Ort. Wird man endlich ein bischen gescheidt, So muß man fort.
- Ironie
- Die Erde bleibt doch für alle Zeit Ein schlimmer Ort. Wird man endlich ein bischen gescheidt, So muß man fort.
- Rhetorische Frage
- Und jenseits? nein, Wird's auch nichts Rares sein.