Kurze Fahrt
1788Posthorn, wie so keck und fröhlich Brachst du einst den Morgen an, Vor mir lags so frühlingsselig, Daß ich still auf Lieder sann.
Dunkel rauscht es schon im Walde, Wie so abendkühl wirds hier, Schwager, stoß ins Horn - wie balde Sind auch wir im Nachtquartier.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Kurze Fahrt" von Joseph von Eichendorff handelt von einer Reise, die der Sprecher unternimmt. Die Reise beginnt am Morgen, als das Posthorn ertönt und den Tag einläutet. Der Sprecher ist voller Vorfreude und denkt an Lieder, die er singen könnte. Doch die Reise nimmt einen anderen Verlauf, als erwartet. Der Wald wird immer dunkler und kühler, und der Sprecher spürt, dass die Nacht naht. Er bittet seinen Begleiter, ins Horn zu stoßen, um die Zeit zu überbrücken. Der Sprecher ist sich bewusst, dass die Reise bald zu Ende sein wird und sie in einem Nachtquartier übernachten werden. Das Gedicht endet mit einem Hauch von Melancholie. Der Sprecher weiß, dass die Reise bald vorbei sein wird und er wieder in die Realität zurückkehren muss. Doch er genießt noch die letzten Momente der Reise und lässt sich von der Musik des Posthorns tragen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Brachst du einst den Morgen an
- Anapher
- Wie so abendkühl wirds hier
- Bildsprache
- Sind auch wir im Nachtquartier
- Metapher
- Schwager, stoß ins Horn
- Personifikation
- Posthorn, wie so keck und fröhlich