Küssen

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Wer küssen wil, küß auff den Mund; das andre gibt nur halb geniessen; Gesichte nicht, nicht Hals, Hand, Brust: der Mund allein kan wieder küssen.

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Illustration zu Küssen

Interpretation

Das Gedicht "Küssen" von Friedrich Freiherr von Logau beschreibt die Bedeutung des Mundes beim Küssen. Der Autor betont, dass ein wahrer Kuss nur auf den Mund vollzogen werden sollte, da andere Körperstellen wie Gesicht, Hals, Hand oder Brust nur halb so viel Genuss bieten. Der Mund allein hat die Fähigkeit, den Kuss zu erwidern und somit eine tiefere Verbindung zwischen den Liebenden herzustellen. In dem Gedicht wird deutlich, dass der Mund als der intimste und bedeutungsvollste Ort für einen Kuss angesehen wird. Der Autor impliziert, dass ein Kuss auf den Mund eine besondere Intimität und Leidenschaft ausdrückt, die bei Küssen auf andere Körperstellen fehlt. Der Mund wird als der einzige Ort betrachtet, der die Möglichkeit bietet, den Kuss zu erwidern und somit eine tiefere Verbindung zwischen den Liebenden zu schaffen. Die Botschaft des Gedichts ist, dass ein wahrer Kuss nur auf den Mund vollzogen werden sollte, da er die größte Intimität und Leidenschaft ausdrückt. Der Autor betont, dass andere Körperstellen zwar ebenfalls geküsst werden können, aber nur der Mund die Fähigkeit besitzt, den Kuss zu erwidern und somit eine tiefere Verbindung zwischen den Liebenden herzustellen.

Schlüsselwörter

küssen mund wil küß auff andre gibt halb

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Die Wiederholung des 'k'-Lautes in 'küssen', 'küß', 'kan' und 'küssen' erzeugt einen rhythmischen Effekt.
Metapher
Der Mund als Symbol für die Intimität und die Einzigartigkeit des Kusses.
Reimschema
Das Gedicht folgt einem einfachen Reimschema, bei dem die Zeilen paarweise reimen (wil/einzig, Mund/Hand, geniessen/küssen).
Wiederholung
Die Wiederholung des Wortes 'küssen' und seiner Formen betont die Bedeutung des Kusses im Gedicht.