Kriegsgrab
1915Stäbe flehen kreuze Arme Schrift zagt blasses Unbekannt Blumen frechen Staube schüchtern. Flimmer Tränet Glast Vergessen.
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Interpretation
Das Gedicht "Kriegsgrab" von August Stramm thematisiert die düstere Realität des Krieges und die damit verbundene Sterblichkeit. Durch die fragmentarische Sprache und die kurzen, eindringlichen Worte schafft Stramm eine Atmosphäre der Verzweiflung und des Vergessens. Die "Stäbe" und "Arme" symbolisieren die Gräber und die Toten, während die "Schrift" und die "Blumen" die Erinnerung und die Trauer darstellen. Die Verwendung von Adjektiven wie "blass", "frechen" und "schüchtern" verstärkt die emotionale Wirkung des Gedichts. Die "blasse Schrift" deutet auf die Vergänglichkeit der Erinnerung hin, während die "frechen Blumen" im Kontrast dazu stehen und die Unvermeidlichkeit des Lebens betonen. Der "staubige" Zustand der Gräber symbolisiert die Zeit, die vergangen ist, und die Vergänglichkeit menschlichen Lebens. Die letzten Zeilen des Gedichts, "Flimmer", "Tränet", "Glast" und "Vergessen", sind besonders eindringlich. Sie deuten auf die flüchtige Natur des Lebens und die Vergänglichkeit der Erinnerung hin. Das Gedicht endet mit dem Wort "Vergessen", was die ultimative Botschaft des Gedichts unterstreicht: Die Opfer des Krieges werden schließlich vergessen, und ihre Erinnerung verblasst mit der Zeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schrift zagt
- Anapher
- Stäbe flehen kreuze Arme
- Enjambement
- Stäbe flehen kreuze Arme Schrift zagt blasses Unbekannt Blumen frechen Staube schütern.
- Kadenz
- Flimmer Tränet Glast Vergessen.
- Metapher
- Stäbe flehen kreuze Arme
- Personifikation
- Stäbe flehen, Schrift zagt, Blumen frechen, Staube schüchtern