Krieg und Friede

Friedrich Freiherr von Logau

1648

Die Welt hat Krieg geführt weit über zwanzig Jahr. Nunmehr soll Friede sein, soll werden, wie es war. Sie hat gekriegt um das, o lachenswerte Tat, Was sie, eh sie gekriegt, zuvor besessen hat.

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Interpretation

Das Gedicht "Krieg und Friede" von Friedrich Freiherr von Logau reflektiert die Sinnlosigkeit und den Kreislauf von Krieg und Frieden. Der Autor beschreibt, wie die Welt über zwanzig Jahre Krieg geführt hat und nun der Frieden wiederhergestellt werden soll. Doch die Ironie liegt darin, dass der Krieg um etwas geführt wurde, was bereits vorher besessen wurde. Dies verdeutlicht die Nutzlosigkeit und den Verlust, den Kriege mit sich bringen. Die Zeilen betonen die Absurdität des Krieges, indem sie die Frage aufwerfen, warum Menschen um Dinge kämpfen, die sie bereits besitzen. Der Begriff "lachenswerte Tat" unterstreicht die Ironie und den Zynismus, mit dem der Autor die menschlichen Konflikte betrachtet. Es scheint, als ob der Krieg nur dazu dient, das bereits Vorhandene zu zerstören oder zu verlieren, anstatt etwas Neues zu gewinnen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine kritische Botschaft über die Natur von Krieg und Frieden. Es fordert den Leser auf, über die wahre Bedeutung von Konflikten und die Konsequenzen menschlicher Handlungen nachzudenken. Die Wiederherstellung des Friedens am Ende des Gedichts mag zwar als positiv erscheinen, doch die zugrunde liegende Botschaft bleibt eine Warnung vor der Wiederholung solcher sinnlosen Auseinandersetzungen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
soll Friede sein, soll werden
Hyperbel
weit über zwanzig Jahr
Ironie
Was sie, eh sie gekriegt, zuvor besessen hat