Kosmos
1791Der Fehler der Deutschen ist immer gewesen, Wie rühmlich man sie sonst auch nennt, Daß sie versuchen da zu lesen, Wo man noch kaum den Buchstab kennt.
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Interpretation
Das Gedicht "Kosmos" von Franz Grillparzer beschäftigt sich mit dem Streben der Deutschen nach Wissen und Bildung. Es kritisiert die Tendenz, sich in komplexe Themen zu vertiefen, ohne die grundlegenden Grundlagen zu beherrschen. Der Autor verwendet das Bild des Lesens als Metapher für das Streben nach Erkenntnis und Verständnis. Das Gedicht beginnt mit der Feststellung, dass die Deutschen, obwohl sie auf andere Weise lobenswert sind, einen Fehler haben: Sie versuchen, anspruchsvolle Texte zu lesen, obwohl sie die Grundlagen noch nicht beherrschen. Dies wird als "der Fehler der Deutschen" bezeichnet. Der Autor betont, dass dies ein wiederkehrendes Problem ist, das in der Vergangenheit immer wieder aufgetreten ist. Der zweite Teil des Gedichts erläutert diesen Fehler genauer. Die Deutschen versuchen, in Bereiche vorzudringen, in denen sie noch nicht einmal die Grundlagen beherrschen. Dies wird mit dem Bild des Lesens verglichen: Sie versuchen, komplexe Texte zu verstehen, obwohl sie noch nicht einmal die einzelnen Buchstaben beherrschen. Der Autor kritisiert damit das Streben nach Wissen ohne die notwendige Grundlage und Vorbereitung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Der Fehler der Deutschen ist immer gewesen
- Metaphor
- Wo man noch kaum den Buchstab kennt
- Rhetorische Frage
- Wo man noch kaum den Buchstab kennt