Kommt und laßt uns Christus ehren

Paul Gerhardt

1667

Kommt und laßt uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, laßt euch hören, wertes Volk der Christenheit.

Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin.

Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben, Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud.

Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh.

Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich.

O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesus Christ!

Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht.

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Illustration zu Kommt und laßt uns Christus ehren

Interpretation

Das Gedicht "Kommt und laßt uns Christus ehren" von Paul Gerhardt ist ein festliches Loblied auf die Geburt Jesu Christi. Es lädt den "werten Volk der Christenheit" ein, Christus zu ehren und mit Herz und Sinnen zu ihm zu kehren. Der Autor betont die Freude und den Trost, den das Christentum bringt, und ermutigt die Gläubigen, alle Sorgen beiseitezulegen. Gerhardt beschreibt die Geburt Jesu als ein Geschenk Gottes zum ewigen Leben. Er stellt Jesus als den Retter dar, der die Gläubigen aus dem Leid ins himmlische Glück erheben kann. Der Autor verwendet Bilder wie den "Jakobs Stern" und den "Kopf der alten Schlangen", um die Bedeutung von Jesu Geburt als Sieg über Sünde und Hölle zu verdeutlichen. Das Gedicht schließt mit einem Appell an das "schönste Kindlein im Stalle", den Gläubigen freundlich zu sein und sie dorthin zu bringen, wo die Engelchöre Jesus preisen. Gerhardt betont die Wichtigkeit des Glaubens und des Dankes gegenüber Jesus Christus und lädt die Leser ein, sich der Freude und dem Lobgesang der Engel anzuschließen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Herz und Sinnen zu ihm kehren
Anapher
Kommt und laßt uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, laßt euch hören
Hyperbel
zerstört der Höllen Reich
Metapher
Jakobs Stern ist aufgegangen
Parallelismus
Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen
Personifikation
Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen
Symbolik
bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht