Könnt´ ich verwehen...
1803Könnt´ ich verwehen, zu Nebel vergehen, zerfließen in Luft; ich hielt´voll Erbarmen die Welt in den Armen. So mit dem Herzen voll Liebe und Schmerzen verglüh´ich allein und sinke in Flammen und Asche zusammen.
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Interpretation
Das Gedicht "Könnt´ ich verwehen..." von Julius Mosen thematisiert die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einer tiefen, umfassenden Liebe, die jedoch unerfüllt bleibt. Die ersten Zeilen beschreiben den Wunsch, sich aufzulösen und zu verflüchtigen, um die Welt in den Armen halten zu können. Diese Auflösung wird als Mittel gesehen, um eine universelle Liebe zu erfahren und auszudrücken. Das lyrische Ich ist voller Liebe und Schmerz, was auf eine tiefe emotionale Betroffenheit hinweist. Die Liebe wird als etwas Positives dargestellt, während der Schmerz als Begleiterscheinung der unerfüllten Sehnsucht erscheint. Das Ich sehnt sich danach, diese Gefühle in einer umfassenden Umarmung der Welt auszudrücken. Der letzte Teil des Gedichts beschreibt das Scheitern dieses Wunsches. Anstatt sich in Liebe aufzulösen und die Welt zu umarmen, verglüht das lyrische Ich allein in Flammen und sinkt in Asche zusammen. Dieses Scheitern wird als tragisches Ende dargestellt, bei dem die Sehnsucht nach universeller Liebe unerfüllt bleibt. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Einsamkeit und des Verlustes, da das Ich seine Liebe nicht in die Welt hinaustragen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- verglüh´ich allein
- Hyperbel
- die Welt in den Armen
- Metapher
- Könnt´ ich verwehen, zu Nebel vergehen, zerfließen in Luft
- Personifikation
- voll Liebe und Schmerzen
- Symbolik
- Flammen und Asche