Kleines Glück
1905Sie geht in aller Frühe, noch eh die Dämmrung schwand, den Weg zur Tagesmühe im ärmlichen Gewand. Die dunklen Nebel feuchten noch in der Straße dicht, sonst sähe man beleuchten ein Lächeln ihr Gesicht. Die Götter mögen wissen, warum sie heimlich lacht - es weiß es nur das Kissen, was ihr geträumt heut nacht.
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Interpretation
Das Gedicht "Kleines Glück" von Hermann Lingg beschreibt eine Frau, die früh am Morgen ihren Weg zur Arbeit antritt. Sie ist in einfacher Kleidung gekleidet und die Umgebung ist noch von Dunkelheit und Nebel umgeben. Das Gedicht deutet an, dass die Frau ein geheimes Lächeln auf dem Gesicht trägt, das jedoch aufgrund der Dunkelheit nicht sichtbar ist. Das Gedicht legt nahe, dass die Frau aus einem unbekannten Grund heimlich lacht. Es wird angedeutet, dass nur ihr Kissen weiß, was sie in der vergangenen Nacht geträumt hat. Dies verleiht dem Gedicht eine gewisse mystische und geheimnisvolle Atmosphäre. Die Interpretation des Gedichts könnte darauf hindeuten, dass die Frau trotz ihrer bescheidenen Lebensumstände und der bevorstehenden Arbeit ein inneres Glück oder eine Freude empfindet. Der Traum, den sie in der Nacht hatte, könnte eine Quelle dieses Glücks sein. Das Gedicht vermittelt die Idee, dass Glück und Zufriedenheit oft in den kleinen Dingen des Lebens zu finden sind und dass sie nicht immer offensichtlich oder sichtbar sein müssen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- den Weg zur Tagesmühe
- Anspielung
- Die Götter mögen wissen, warum sie heimlich lacht
- Bildsprache
- im ärmlichen Gewand
- Kontrast
- sonst sähe man beleuchten ein Lächeln ihr Gesicht
- Metapher
- den Weg zur Tagesmühe
- Personifikation
- Die dunklen Nebel feuchten noch in der Straße dicht