Kleine Stadt
1892Die Stadt liegt klein Und grau in grauem Grunde.
In einer schwülen Abenddämmerstunde, Wenn alles schwiege, auch die Hunde - Dann könnt es sein: Ein lautes Wort aus eines Menschen Munde - Und Alles stürzte ein.
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Interpretation
Das Gedicht "Kleine Stadt" von Friedrich Wilhelm Wagner beschreibt eine kleine, graue Stadt, die in einem grauen Grund liegt. Die Stadt wirkt trist und leblos, als würde sie in einer Art Lethargie versinken. Die Farbe Grau symbolisiert hier die Tristesse und die Monotonie des Lebens in dieser Stadt. In der zweiten Strophe wird eine schwüle Abenddämmerstunde beschrieben, in der alles still ist, sogar die Hunde schweigen. Diese Stille und Schwüle verstärken das Gefühl der Erstarrung und der bevorstehenden Katastrophe. Die Atmosphäre ist gespannt und bedrohlich, als ob ein einziger falscher Schritt alles zum Einsturz bringen könnte. Das letzte Strophenpaar offenbart die eigentliche Botschaft des Gedichts. Ein lautes Wort aus einem Menschenmund könnte ausreichen, um alles zum Einsturz zu bringen. Dieses Wort könnte als Symbol für eine Wahrheit oder eine Enthüllung stehen, die die fragile Fassade der Stadt zerstört. Das Gedicht verdeutlicht somit die Verletzlichkeit und die Instabilität der scheinbar friedlichen und harmonischen Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Und Alles stürzte ein
- Metapher
- Die Stadt liegt klein und grau in grauem Grunde.
- Personifikation
- Wenn alles schwiege, auch die Hunde