Klein und artig
1806Was klein ist, das wird artig oft genannt: Stax hat gewiss recht artigen Verstand.
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Interpretation
Das Gedicht "Klein und artig" von Heinrich Christian Boie beschäftigt sich mit dem Thema der Beziehung zwischen Größe und Verstand. Der Autor stellt die These auf, dass kleine Dinge oft als artig bezeichnet werden. Diese Aussage wird im ersten Vers als allgemeine Regel formuliert und im zweiten Vers auf eine konkrete Person, Stax, angewendet. Boie verwendet in diesem kurzen Gedicht eine einfache, aber effektive Struktur. Die beiden Verse bilden eine Einheit, wobei der erste Vers die Regel aufstellt und der zweite Vers ein Beispiel liefert. Die Reime am Ende der Verse verstärken den Zusammenhang zwischen den beiden Aussagen und geben dem Gedicht einen rhythmischen Fluss. Die Interpretation des Gedichts könnte lauten, dass Boie eine ironische oder satirische Betrachtung der menschlichen Tendenz vornimmt, kleine Dinge als niedlich oder artig zu empfinden. Indem er Stax als Beispiel nennt, der "recht artigen Verstand" besitzt, könnte Boie andeuten, dass auch Intelligenz oder Weisheit oft mit Kleinheit oder Unscheinbarkeit einhergehen. Das Gedicht lädt den Leser dazu ein, über die oft oberflächlichen Urteile nachzudenken, die wir aufgrund von Äußerlichkeiten fällen.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Alliteration
- Was klein ist, das wird artig oft genannt
- Metapher
- Was klein ist, das wird artig oft genannt
- Personifikation
- Stax hat gewiss recht artigen Verstand