Klatschrose

Johann Wolfgang von Goethe

1749

Weit von fern erblick ich dich schon, doch komm ich dir näher, Ach! so seh ich zu bald, daß du die Rose nur lügst.

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Interpretation

Das Gedicht "Klatschrose" von Johann Wolfgang von Goethe thematisiert die trügerische Natur von Gerüchten und Klatsch. Die "Klatschrose" symbolisiert eine Person oder eine Information, die auf den ersten Blick attraktiv und ansprechend erscheint, aber bei näherer Betrachtung als unwahr oder irreführend entlarvt wird. Der erste Vers beschreibt die anfängliche Wahrnehmung aus der Ferne, wo die "Klatschrose" noch einen positiven Eindruck macht. Doch im zweiten Vers folgt die Ernüchterung, wenn man sich näher mit der Angelegenheit befasst und feststellt, dass es sich um eine "Lüge" handelt. Das "Ach!" am Versanfang unterstreicht die Enttäuschung und das Bedauern über die getäuschte Erwartung. Goethe nutzt die Metapher der Rose, die oft für Schönheit und Wahrheit steht, um die Ironie und den Verrat durch falsche Informationen zu verdeutlichen. Das Gedicht mahnt zur Vorsicht und Skepsis gegenüber dem, was auf den ersten Blick verlockend erscheint, und warnt vor den Gefahren von Klatsch und Tratsch, die oft mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Schlüsselwörter

weit fern erblick komm näher seh bald rose

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Stilmittel

Metapher
Klatschrose
Personifikation
daß du die Rose nur lügst