Klarer Tag
1920Der Himmel leuchtet aus dem Meer; ich geh und leuchte still wie er.
Und viele Menschen gehn wie ich, sie leuchten alle still für sich.
Zuweilen scheint nur Licht zu gehn und durch die Stille hinzuwehn.
Ein Lüftchen haucht den Strand entlang: o wundervoller Müßiggang.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Klarer Tag" von Richard Dehmel beschreibt die ruhige und friedliche Atmosphäre eines klaren Tages am Meer. Der Himmel scheint aus dem Meer zu leuchten und der Sprecher geht still und leuchtend wie der Himmel. Die Menschen um ihn herum gehen ebenfalls und leuchten still für sich, was eine Art von Harmonie und Einheit vermittelt. Die Beschreibung des Lichts, das zuweilen zu gehen scheint und durch die Stille hinzuwehen, verstärkt die meditative und kontemplative Stimmung des Gedichts. Die Stille wird als etwas Wertvolles und Beruhigendes dargestellt, das von einem leichten Lüftchen durchbrochen wird, das den Strand entlang weht. Der letzte Vers des Gedichts, "o wundervoller Müßiggang", drückt die Freude und Zufriedenheit des Sprechers aus, die er in diesem Moment der Ruhe und Gelassenheit empfindet. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Wertschätzung für die Schönheit der Natur und die Bedeutung von Stille und Muße im Leben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Lüftchen haucht den Strand entlang
- Metapher
- Der Himmel leuchtet aus dem Meer
- Personifikation
- Zuweilen scheint nur Licht zu gehn und durch die Stille hinzuwehn
- Vergleich
- ich geh und leuchte still wie er