Klage um Ali Bey

Matthias Claudius

1740

Laßt mich! laßt mich! ich will klagen, Fröhlich sein nicht mehr! Aboudahab hat geschlagen Alie und sein Heer. So ein muntrer kühner Krieger Wird nicht wieder sein; Über alles ward er Sieger Haut´es kurz und klein. Er verschmähte Wein und Weiber, Ging nur Kriegesbahn, Und war für die Zeitungsschreiber Gar ein lieber Mann. Jedermann in Syrus saget: “Schade, daß er fiel” Und in ganz Ägypten klaget Mensch und Krokodil.

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Interpretation

Das Gedicht "Klage um Ali Bey" von Matthias Claudius beschreibt den tragischen Tod des kriegerischen Helden Ali Bey, der von Aboudahab besiegt und getötet wurde. Die Klage des Sprechers spiegelt die Trauer und den Schmerz über den Verlust eines mutigen Kriegers wider, der für seine Tapferkeit und seinen Einsatz für das Vaterland bekannt war. Der zweite Teil des Gedichts hebt die Tugenden und den Charakter von Ali Bey hervor. Er war ein Mann, der Wein und Frauen verschmähte und sich ausschließlich dem Krieg widmete. Seine Beliebtheit bei den Zeitungsredakteuren und seine Beliebtheit bei den Menschen in Syrien und Ägypten zeigen, dass er ein respektierter und bewunderter Mann war. Das Gedicht endet mit einer allgemeinen Klage über den Tod von Ali Bey, die von Mensch und Krokodil in ganz Ägypten geteilt wird. Die Klage des Krokodils, eines Tieres, das oft als Symbol für Ägypten verwendet wird, unterstreicht die tiefe Trauer und den Schmerz über den Verlust eines Helden, der für sein Volk und sein Vaterland gekämpft hat.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Laßt mich! laßt mich! ich will klagen
Hyperbel
Über alles ward er Sieger
Kontrast
Er verschmähte Wein und Weiber, Ging nur Kriegesbahn
Metapher
Aboudahab hat geschlagen Alie und sein Heer
Personifikation
Mensch und Krokodil