Kinderlied
1865Ich und du und du und du, Zwei mal zwei ist viere, Tragen Kränze auf dem Kopf, Kränze aus Papiere; Rechts herum und links herum, Röck′ und Zöpfe fliegen, Wenn wir alle schwindlich sind, Falln wir um und liegen, Purzelpatsch, wir liegen da, Patschelpurz, im Grase: Wer die längste Nase hat, Der fällt auf die Nase.
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Interpretation
Das Gedicht "Kinderlied" von Otto Julius Bierbaum beschreibt eine fröhliche Szene, in der sich Kinder im Kreis versammeln und gemeinsam tanzen. Die Kinder tragen Kränze aus Papier auf dem Kopf und bewegen sich im Kreis, wobei ihre Röcke und Zöpfe im Wind flattern. Die Wiederholung der Zeilen und die einfache Reimstruktur verleihen dem Gedicht einen kindlichen und spielerischen Charakter. Die Kinder tanzen so lange, bis ihnen schwindelig wird und sie schließlich umfallen. Der spielerische Sturz wird durch die Onomatopoesie "Purzelpatsch" und "Patschelpurz" dargestellt, die die Geräusche des Fallens imitieren. Die Kinder liegen im Gras und scheinen sich an ihrem Spiel zu erfreuen, ohne sich Sorgen über den Sturz zu machen. Der letzte Vers fügt eine humorvolle Note hinzu, indem er darauf hinweist, dass das Kind mit der längsten Nase am wahrscheinlichsten auf die Nase fällt. Dies zeigt die unschuldige und naive Perspektive der Kinder, die in ihrem Spiel die einfachsten Dinge als amüsant empfinden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von kindlicher Freude, Unschuld und Unbeschwertheit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Rechts herum und links herum
- Anapher
- Ich und du und du und du
- Onomatopoesie
- Purzelpatsch, Patschelpurz
- Personifikation
- Zöpfe fliegen
- Reimschema
- Zweizeilige Reime (viere - Papiere, fliegen - liegen, da - Nase)